Pressestimmen Literatur

Lesen Sie hier eine Auswahl der Pressestimmen zu meiner Literatur.

Busenfreundinnen, Geschichten zu Lust und Brust

01.01.2015

 

... Die Vielfalt ist groß, und immer spielt der Busen einer Frau eine Rolle, ganz gleich, ob es um Tochterliebe, um Freundinnen, um Erotik, um Eifersucht oder um Angst und Krankheit geht. Darüber hinaus gelingt es der Autorin mühelos, Kunstwerke, wie die Venus von Willendorf oder die begehbare weibliche Nana-Skulptur HON von Niki de Saint Phalle in ihre Erzählungen einzubinden ...
Mathilde, Januar/Februar 2015

Die preisgekrönte Autorin schreibt in dieser Anthologie ausschließlich über ein Thema: über den Busen. 24 Kurzgeschichten. Sehr unterschiedlich. Mal schwärmt ein bayerischer Wirt von den Brüsten einer Frau... Auch Trauriges und gleichzeitig Ermutigendes wird nicht ausgespart. Besonders eindrucksvoll sind die Brustkrebsmonologe...
Charlotte Seeberger, ekz bibliotheksservice, Januar 2015 (ID bzw. IN 2014/2015)

... Die Autorin spannt mit ihren Texten einen zeitlich, aber auch stilistisch weiten Bogen, betrachtet aus unterschiedlichen Perspektiven, erzählt mal ausholend liebevoll und genau... ein andermal verdichtet und pointiert, dann wieder aus der Sicht des Protagonisten und ohne Punkt und Komma. Letzteres geschieht besonders dann, wenn sie Frauen sprechen lässt, die an Brustkrebs leiden oder ihn besiegt haben. Ergreifend die Monologe aus Angst und Verzweiflung... Die phantastischen oder die etwas schrägen, die Erotik und Gefühl in lockerem, fast etwas frechem Ton auslotenden oder spannende vor historischem Hintergrund - geglückt sind alle Geschichten, jede auf ihre ganz besondere Art.
Johanna Anderka, Sudetenland, Europäische Kulturzeitschrift 4/2014

Tell trifft Wagner, Begegnungen am Vierwaldstättersee, Open-Air-Theater mit Musik

24.10.2013

 

Tell will eine Oper von Wagner.
Freilichtspiel. Eine Begegnung der Gegensätze: Im Musiktheater holt der Freiheitsheld den berühmten Komponisten per Armbrust vom Sockel. … Ein Coup gelingt der Librettistin Ursula Haas mit der wandelnden Rolle der Undine … sie verkörpert als Wassernymphe die Naturkräfte des Ortes und erscheint immer wieder als dienende Begleiterin des `Musikergottes`, zuerst in der Figur des bayerischen Königs Ludwig II., dann in der Roll der verklärten Geliebten Mathilde Wesendonck und nicht zuletzt – als Heidi.
Neue Luzerner Zeitung, 2. August 2013

Tell und Wagner scheitern auf dem Waldweidli
… Das Waldweidli bietet Erfahrung, dass Schauen Erfüllung ist. Und seit diesem Mittwoch ist es auch Schauplatz eines Freilichttheaters. … hier setzt die Kunst ein, die Freiheit der Autoren … Ursula Haas wiederum ersann Figuren für das weibliche Prinzip, die Wagner zu neuer Inspiration verhelfen sollen. … Die Hauptdarstellerin war nicht zu überbieten: Applaus für das Waldweidli. Da Capo.
Daniele Muscionico, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 4. August 2013

Tell meets Wagner in den Urner Bergen
… Und anders als in Hand Neuenfels gründlich missratenen Wagner Persiflage im Juni im Schiffbau Zürich ist hier Wagner kein Kotzbrocken, sondern ein gar wehleidiges Mimöschen in einer Schaffenskrise (hervorragend verkörpert von Albrecht Hirche) ...
Mark Liebenberg, Schaffhausener Nachrichten, 2. August 2013

3000 sahen Wagner
Die Verantwortlichen ziehen positive Bilanz … ein einmaliges Gesamtkunstwerk … Ein solches Schauspiel von zwei unterschiedlichen Autoren …und dazu neu komponierte Musik war ein Experiment, das alle Beteiligten mit Bravour gemeistert haben.
Presse Zentralschweiz, Luzern, 20. August 2013

Von Prometheus bis Davos, Kammertheater

27.03.2012

 

… Dabei wurde das Leben der Familie Mann vorgeführt. … Damit entsteht für viele ein neues Bild des Ehepaares, geprägt vom Wohlstand des Großbürgertums und Lebensbrüchen in einer Zeit, die von zwei Weltkriegen und einem tiefen Gesellschaftswandel geprägt war.
www.suedostschweiz.ch, 23. März 2012

… Die szenische Lesung mit Autorin Ursula Haas, der Schauspielerin Suna Baldinger sowie den Musikerinnen Helena Winkelmann (Violine) und Viviane Chassot (Akkordeon) brachte dem Publikum die Person Katia Mann auf ungewöhnliche Weise nahe.
Carsten Michels, Die Südostschweiz, 24. März 2012

… Schauspielerin Suna Baldinger spielte Katia Mann. Ursula Haas, die die Collage geschaffen hatte, die Interviewerin. Untermalt von ... Musik … Videosequenzen … und Fotos, wodurch die Gespräche einen realen Bezug zur damaliten Zeit erhielten. Ein gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr …
Pascal Spalinger, Davoser Zeitung, 27. März 2012

Ich kröne dich mit Schnee, Gedichte und Ghasele

10.12.2009

 

... Wenn nun die Münchener Dichterin und Schriftstellerin Ursula Haas in ihrem Band "Ich kröne dich mit Schnee" dir Form des Ghasels wiederaufnimmt, dann spielt sie mit dem erotisch-geistigen Doppelgesicht der mystischen Anrufungen, indem in ihren filigranen Liebesgedichten das metaphysische im Erotischen oder umgekehrt das Sinnliche in der kühlen Verskonstruktion anklingt. Dabei gelingt es ihr, der Repetition des immergleichen Reims die schnell monoton oder beliebig wirken könnte, verschiedene zeitliche oder logische Färbungen abzugewinnen, so etwa im Gedicht 'Erinnerung', wo der wiederkehrende Ausdruck 'Hand in Hand' ganz unterschiedliche Nuancen von Nähe und Zuneigung aufscheinen lässt.
Neue Zürcher Zeitung, 10. Dezember 2009

Drei Frauen, Roman

01.10.2009

 

... Nun sind es drei verschiedene, künstlerisch tätige Frauen, die um ein eigenständiges Leben und kreatives Überleben an der Seite eines scheinbar genialischen Mannes kämpfen und dabei letztlich mit dem Preis des Wahns, der Einsamkeit und der Erschöpfung bezahlen. Als liesse sich ein Leben leichter durch eine dreifache Lichtbrechung beleuchten, spaltet die Münchner Autorin ihre autobiografisch motivierte Geschichte der in Tschechien geborenen Schriftstellerin Lenka in deren innere Dialoge mit der Fotografin und Revolutionärin Tina Modotti sowie mit der Bildhauerin Calmille Claudel auf, wobei sich zwischen den Lebenswegen der drei Künstlerinnen immer wieder Schnittpunkte, Parallelen oder auch nur Beinahe-Ähnlichkeiten auftun. Auch wenn die Versuchsanlage des Romans auf den ersten Seiten einerseits etwas konstruiert und zugleich auch irgendwie allzu naheliegend erscheinen mag, öffnen sich unter dieser simplen Verknotung doch bald schon in subtiler, gerader Sprache evozierte psychologische Tiefen, in denen die drei Figuren eine fast süchtig machende Plastizität gewinnen.
Neue Zürcher Zeitung, 1. Oktober 2009

 

Schiller und wir, eine moderne Collage, Theaterstück

05.07.2005

 

... Die Bühne war auf zusammenhängenden Pontons aufgebaut, die Konstruktion wurde in der Art der Rheinschuber ... in die Strömung manövriert, ... das Publikum (etwa 300 Zuschauer) saß in vier anderen Booten, sie wurden längs vertäut und fertig war das schwimmende Theater. Mit Gongschlag ging`s los. Bass, gestopfte Trompete, das mit Besen gestreichelte Schlagzeug ... Dieses Projekt kann nur gelingen und das tat es! Werner Herzog und Klaus Kinski .... unterhalb des Rheinfalls widerhallten die bewaldeten Ufer von den Echos der Schillerverse: ‚Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp ...’ ‚Freude schöner Götterfunken´ von Band ... Orna Ralston zersägt die Schönheit ... Organisch die Übergänge, alles fließt! ... Die Stimme von George Busch ... dann Tell: ‚Eine klare Grenze hat Tyrannenmacht’ Am Ufer Bunker. Das sehnsuchtsvolle Alphorn. Schillers enorme poetische Kraft schlägt einen in den Bann. Die Autorin Ursula Haas, mit an Bord, hat sie meisterhaft destilliert. Man lauscht, man lacht ... Schiller, der Dichter, spricht zu den Herzen. ... dann geht die herrliche Performance zu Ende, leise und mit einem Hauch Trauer: ‚Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich.’ ...
Alfred Wüger, Schaffhausener Nachrichten, 2. Juli 2005

Klabund Klabund oder Möglichkeiten der Auflösung, Erzählung

24.02.1994

 

Satire in Geschenkpapier. Zum Abschluss las Ursula Haas ein bitterböses Märchen. ... Gerade diese dann einsetzenden Sinnverdrehungen und Wortspiele zeugten wieder vom klaren Geist der Schriftstellerin und das überraschende Ende des Märchens zeigt ihren feinen Humor.
Allgäuer Zeitung, 1985

Klabund ... ein Schlüssel zum Oeuvre von Ursula Haas? Ja, in dem Sinn, dass jedes Textstück ... als abgeschlossenes Literaturprodukt verfasst ist, als sei es das letzte ... Todesnähe bei gesteigerter Lebensbejahung ...
Sudetenland, Europäische Kulturzeitschrift, 1994/2

Wir schlafen auf dem Mund, Gedichte

24.10.1993

 

Die Gedichte von Ursula Haas überzeugen durch Sicherheit und Tiefe. Ausgangspunkt ist oft eine Beobachtung aus der Natur oder aus dem eigenen Lebenszusammenhang, der Begegnung mit Menschen. Dann setzt die Arbeit am Wort ein, die für Ursula Haas entscheidend ist. Sie hört zu, was ihr die Worte sagen, lässt sich auf sie ein, und spürt ihnen nach. So ist es manchmal der Klang, die Melodie, die den Inhalt weitertreibt, und dann wieder der Inhalt, der die Melodie verlangt.
Juroren des Literaturstipendiums der Stadt München in Süddeutsche Zeitung, 17. August 1993

... In einer Sprache, oft nahe am Experiment und nicht immer leicht verständlich, spricht sie, manchmal aus dem Herzpunkt des Gefühls heraus, dann wieder distanziert, neugierig betrachtend und ohne Illusion, aber stets aus Liebe über die Liebe.
Johanna Anderka in Sudetenland, Europäische Kulturzeitschrift, 1994

Freispruch für Medea, Roman, 1987

24.10.1987

 

Die Psychologie bewegt auch Ursula Haas in ihrer Aufarbeitung des Stoffes, doch in ihrer Aufarbeitung ist es nicht die böse Kraft der Leidenschaft, sondern die Psychologie der Liebe, die Medea bewegt.
Gaby van den Boom, Rheinische Post, 1987

Mythologischer und moderner Sinngehalt verflechten sich: die heimatgebundene Dämonin, aus der Sippe des Sonnengottes Helios und der Kirke stammend, taucht in urtümliche Sphären ein.
Esther Knorr-Anders, Die Welt, 1987

Das alles ist in einer ungemein sinnlichen, auf weite Strecken orgiastischen Sprachmalerei niedergeschrieben, wohl überlegt, gleichwohl im Aufbau der Bilder, mit lyrischen Einschüben und Anleihen bei der Mythenwelt, die zu rekonstruieren intellektuelles Vergnügen macht.
Elisabeth Emmrich, Augsburger Allgemeine, 1987

Abschiedsgeschichten, Erzählungen, 1984

24.10.1984

 

... Mein liebstes Buch in diesem Herbst sind die 'Abschiedsgeschichten' von Ursula Haas ... und das hat mehrere Gründe: Erstens handelt es sich um eine Neuentdeckung, denn dies ist der erste Prosaband, den die Autorin veröffentlicht ... Zweitens fasziniert mich die Sprache von Ursula Haas. Sie ist genau, geht manchmal bis zur Härte, ist aber immer wieder durchsetzt von lyrischen Elementen und voller Sensibilität. Drittens scheint mir die Thematik dieser fünf Erzählungen für Leser von heute interessant ... Die Autorin leistet mit diesen Erzählungen in gewissem Sinn literarische Trauerarbeit. Es geht um den Schmerz über das Unvermögen zu wirklicher Liebe und Nähe. Sie führt den Abschied als Möglichkeit zur Selbstfindung und Sensibilisierung vor und macht damit begreifbar, dass man am Abschied nicht zu zerbrechen braucht.
Rheinischer Merkur/Christ und Welt Nr. 40, 5. Oktober 1984

... Die Autorin bisher nur mit Lyrik hervorgetreten, bietet Einblicke in das nuancenreiche Gefühlsleben einer jungen Frau ...
Karl Ude, Süddeutsche Zeitung, Oktober 1984

... die Autorin leistet gewissermaßen literarische Trauerarbeit um den Schmerz über das Unvermögen zu wirklicher Liebe und Nähe. Sie führt den Abschied als eine Möglichkeit zur Selbstfindung und Sensibilisierung vor und macht begreifbar, dass man am Abschied nicht zu zerbrechen ... sondern, dass er als neue Aufforderung zu Lieben erfahrbar werden darf.
Felice Molinario, Ital. Zeitschriften

... dass Stil und Sprache außerordentlich hohe Ansprüche an den Leser stellen. Es wurde eine ziemlich gute Bestellung von den Einkaufszentrale empfangen ...
Niederländische öffentliche Bibliotheken, 1985

... Die Erzählungen von Ursula Haas sind durchzogen von Sinnlichkeit und phantasievollen lyrischen Elementen. Sie zeichnen sich durch ihre präzise und sensible Sprache aus.
Brigitte, Oktober 1985

... Die Form der Geschichten variiert auf vielfältige Weise, von der gradlinigen, chronologischen Erzählung über das Prosastück in Szenen und Rückblenden bis hin zum fast lyrischen Nekrolog.
Saarbrücker Zeitung, November 1984